Ihre Fachberatung im Onlineshop - so kaufen Sie die richtige Solartechnik
Stand: März 2026 – geprüft von der Heizungsdiscount24-Fachredaktion
Unter Solartechnik versteht man Systeme, die Sonnenenergie nutzbar machen. Im Bereich Heizung und Warmwasser geht es dabei um thermische Solaranlagen – auch Solarthermie genannt. Diese Anlagen fangen Sonnenstrahlung mit Kollektoren auf dem Dach ein und wandeln sie direkt in Wärme um.
Das Prinzip ist einfach: In den Kollektoren zirkuliert eine frostsichere Solarflüssigkeit, die sich durch die Sonne erhitzt. Über einen Wärmetauscher gibt sie ihre Energie an einen Speicher ab – von dort steht die Wärme für Warmwasser oder Heizung bereit. Eine Solarstation mit Pumpe und Regelung sorgt dafür, dass die Wärme automatisch dorthin fließt, wo sie gebraucht wird.
Solartechnik lässt sich in zwei Grundvarianten nutzen: Reine Warmwasserbereitung – hier reichen oft schon wenige Quadratmeter Kollektorfläche – oder Heizungsunterstützung, bei der eine größere Anlage zusätzlich die Raumheizung entlastet, vor allem in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst.
Bei Solartechnik-Kollektoren unterscheidet man im Wesentlichen zwei Bauarten, die sich in Aufbau, Leistung und Einsatzbereich unterscheiden.
Flachkollektoren bestehen aus einem flachen, isolierten Gehäuse mit einer dunklen Absorberfläche unter einer Glasscheibe. Sie sind robust, langlebig und bieten ein ausgewogenes Verhältnis aus Ertrag und Anschaffungskosten. Für die meisten Einfamilienhäuser – ob Warmwasser oder Heizungsunterstützung – sind Flachkollektoren die erste Wahl.
Röhrenkollektoren (auch Vakuumröhrenkollektoren) arbeiten mit einzelnen Glasröhren, in denen ein Vakuum die Wärme besonders gut isoliert. Dadurch erzielen sie auf gleicher Fläche einen höheren Ertrag – besonders bei niedrigen Außentemperaturen oder diffusem Licht. Sie eignen sich gut, wenn die verfügbare Dachfläche begrenzt ist oder ein besonders hoher Ertrag pro Quadratmeter gewünscht wird.
| Szenario | Empfohlener Kollektortyp | Typische Fläche |
|---|---|---|
| Warmwasser (2–4 Personen) | Flachkollektor | ca. 3–5 m² |
| Heizungsunterstützung (EFH) | Flach- oder Röhrenkollektor | ca. 8–15 m² |
| Kompakte Dachfläche / hoher Ertrag | Röhrenkollektor (CPC) | ca. 6–10 m² |
Beide Kollektortypen haben ihre Berechtigung – welcher besser passt, hängt von der Dachsituation, dem gewünschten Einsatzzweck und dem Budget ab.
Bevor man sich für eine Anlage entscheidet, lohnt es sich, ein paar zentrale Punkte durchzugehen. So stellt man sicher, dass die Solartechnik zum Gebäude und zum eigenen Bedarf passt:
Die Anschaffungskosten für Solartechnik-Kollektoren und Komplettpakete variieren je nach Kollektortyp, Fläche und Hersteller.
Neben dem reinen Gerätepreis kommen weitere Posten hinzu: Speicher, Solarstation, Verrohrung, Solarflüssigkeit und die Montage durch einen Fachbetrieb. Auch die Dachsituation spielt eine Rolle – eine Aufdachmontage ist in der Regel günstiger als eine Indach- oder Flachdachlösung.
Die Preise für Solartechnik-Komponenten unterscheiden sich je nach Anbieter teils erheblich – ein Vergleich kann schnell mehrere Hundert Euro Unterschied machen. Es lohnt sich, Angebote online bei uns unter heizungsdiscount24.de/solartechnik zu vergleichen.
Die BEG macht thermische Solartechnik finanziell deutlich attraktiver. Seit 2024 läuft die Heizungsförderung über die KfW:
| Förderart | Fördersatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| KfW 458 – Grundförderung | 30 % | Einbau durch Fachbetrieb, Antrag vor Vorhabensbeginn |
| Klimageschwindigkeitsbonus | +20 % | Austausch einer fossilen Heizung (Öl, Gas, Nachtspeicher) |
| Einkommensbonus | +30 % | Haushaltseinkommen ≤ 40.000 € brutto/Jahr |
| Maximal kumuliert | 70 % | Kombination der Boni möglich |
| Steuerbonus (§ 35c EStG) | 20 % über 3 Jahre | Alternative zur KfW-Förderung, Gebäude mind. 10 Jahre alt |
| KfW 261 – Effizienzhaus-Kredit | Bis 150.000 € Kredit, 5–45 % Tilgungszuschuss | Umfassende Sanierung zum Effizienzhaus |
Der Antrag wird über das Portal „Meine KfW" gestellt – und zwar vor der Auftragsvergabe an den Handwerker. Auch Materialkosten bei Eigenleistung sind inzwischen förderfähig.
* Stand März 2026 – Alle Angaben ohne Rechtsverbindlichkeit und ohne Gewähr.
Ja – gerade im Altbau kann thermische Solartechnik eine sinnvolle Ergänzung sein. Die Nachrüstung ist in den meisten Fällen unkompliziert, weil Kollektoren auf dem vorhandenen Dach montiert werden und die Verrohrung zum Speicher im Keller geführt wird.
Besonders gut funktioniert Solartechnik im Altbau als Unterstützung der bestehenden Heizung. Wer eine Gas- oder Ölheizung betreibt, kann mit einer thermischen Solaranlage den Brennstoffverbrauch spürbar senken – vor allem in der Übergangszeit und im Sommer. Auch im Hinblick auf das Gebäudeenergiegesetz ist Solartechnik interessant: In Bestandsgebäuden in Großstädten greift ab Juli 2026 die Pflicht, beim Heizungstausch mindestens 65 % erneuerbare Energien einzusetzen. Solartechnik als Hybridlösung – etwa in Kombination mit einer Wärmepumpe – erfüllt diese Vorgabe. Die geplante GEG-Novelle (Gebäudemodernisierungsgesetz) setzt zwar stärker auf Technologieoffenheit, die Förderung für erneuerbare Heiztechnik bleibt aber bis mindestens 2029 bestehen.
Voraussetzung ist ein Dach mit ausreichend Fläche und möglichst wenig Verschattung. Auch Flachdächer und Fassaden kommen als Montagefläche in Frage.
Die Kombination aus thermischer Solartechnik und Wärmepumpe ist ein bewährtes Konzept, das beide Technologien sinnvoll ergänzt. Die Solaranlage liefert im Sommer und in der Übergangszeit einen Großteil der Wärme für Warmwasser und Heizung. Die Wärmepumpe übernimmt, wenn die Sonne nicht ausreicht – vor allem im Winter.
Der Vorteil: Die Wärmepumpe muss weniger arbeiten, was den Stromverbrauch senkt. Gleichzeitig kann die Solartechnik den Pufferspeicher vorwärmen, sodass die Wärmepumpe auf einem höheren Temperaturniveau starten kann und effizienter läuft. Dieses Zusammenspiel ist besonders im Altbau mit höheren Vorlauftemperaturen interessant.
Auch die Kombination mit Pelletheizungen oder Gasbrennwertgeräten ist möglich – wobei Gashybridheizungen seit 2024 nicht mehr über die KfW gefördert werden. Welche Kombination am besten passt, hängt vom Gebäude, dem vorhandenen Heizsystem und den persönlichen Zielen ab.
Wer vorab wissen möchte, ob sich die Investition rechnet, kann mit dem Amortisationsrechner von Heizungsdiscount24 eine erste Einschätzung bekommen. Auch der Heizlastrechner hilft bei der Frage, wie viel Wärmeleistung das Gebäude tatsächlich braucht.
Moderne Solartechnik-Kollektoren sind auf eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren ausgelegt. Die meisten Hersteller geben Garantien von 10 Jahren und mehr auf die Kollektoren.
Der Wartungsaufwand ist gering. Einmal jährlich sollte ein Fachbetrieb den Druck im Solarkreis, die Solarflüssigkeit und die Funktion der Pumpe prüfen. Größere Reparaturen sind selten.
Ja, allerdings mit deutlich geringerem Ertrag als im Sommer. An sonnigen Wintertagen liefern die Kollektoren trotzdem nutzbare Wärme – besonders Röhrenkollektoren arbeiten bei niedrigen Temperaturen effizienter. Für die Grundversorgung im Winter braucht es aber immer eine zweite Wärmequelle.
Die Heizlast beschreibt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude bei der kältesten Außentemperatur braucht. Sie ist die Grundlage für die Dimensionierung jeder Heizung – auch der Solartechnik. Eine erste Einschätzung liefert der Heizlastrechner von Heizungsdiscount24. Für die genaue Auslegung empfiehlt sich eine Fachberatung.
Das hängt vom Einsatzzweck ab. Als Orientierung:
| Wohnfläche | Nur Warmwasser | Warmwasser + Heizung |
|---|---|---|
| ca. 80 m² | 3–4 m² Kollektorfläche | 7–10 m² Kollektorfläche |
| ca. 120 m² | 4–6 m² Kollektorfläche | 10–14 m² Kollektorfläche |
| ca. 180 m² | 5–7 m² Kollektorfläche | 13–18 m² Kollektorfläche |
Diese Werte gelten als grobe Richtwerte für Flachkollektoren. Bei Röhrenkollektoren fällt die benötigte Fläche etwas kleiner aus.
In unseren Breitengraden reicht thermische Solartechnik allein nicht aus, um ein Gebäude ganzjährig zu beheizen. Im Sommer deckt sie den Warmwasserbedarf oft vollständig, im Winter fehlt die nötige Sonneneinstrahlung. Solartechnik ist daher als Ergänzung zu einer Hauptheizung konzipiert – nicht als Ersatz.
Die Wahl der richtigen Solaranlage hängt von vielen Faktoren ab – von der Dachausrichtung über den Wärmebedarf bis hin zur Kombination mit bestehenden Heizsystemen. Unsere Experten helfen Ihnen gerne dabei, die optimale Lösung für Ihr Zuhause zu finden.
Solartechnik nutzt kostenlose Sonnenwärme für Warmwasser und Heizungsunterstützung – mit Flach- oder Röhrenkollektoren, je nach Dachfläche und Bedarf. Die KfW fördert den Einbau mit bis zu 70 %, und die Technik lässt sich gut mit Wärmepumpen oder anderen Heizsystemen kombinieren.
Fach-Redaktion: Dieser Ratgeber wurde von der Fachredaktion von Heizungsdiscount24 erstellt. Wir prüfen unsere Inhalte regelmäßig auf technische Aktualität.