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Hier finden Sie Heizwert- und Brennwertthermen führender Hersteller wie Buderus, Junkers, Daikin, Vaillant, Viessmann, Wolf. Alle Heizthermen, Kombithermen und Heizkessel gibt es als einzelne Gastherme oder auf Ihre Bedürfnisse angepasstes Komplettpaket inklusive Anschluss- und Regelungszubehör.

Gasheizung kaufen: Beliebte Heiztechnik für Ihr Zuhause

Wer heute eine Gasheizung kaufen möchte, steht vor einer größeren Auswahl an Technologien und Systemen. Die richtige Entscheidung zu treffen, kann durchaus komplex sein – besonders angesichts der aktuellen Entwicklungen im Heizungsmarkt. Gas bleibt dennoch für viele Bauherren und Sanierer eine wirtschaftliche Lösung mit Zukunftspotential.

Kurzfakten – Gasheizung auf einen Blick

  • Wirkungsgrad: Bis zu 98 % bei moderner Brennwerttechnik
  • Gerätepreise bei HeizungsDiscount24: Ab ca. 1.300 €
  • Energieeffizienzklasse: Bis A (Brennwert)
  • Lebensdauer: Typisch 15–25 Jahre
  • Zukunftsoption: H2-ready-Geräte auf Wasserstoff umrüstbar
  • Ideal für: Bestandsgebäude mit Gasanschluss, Modernisierung, Hybridlösungen

Stand: Juni 2026 – geprüft von der HeizungsDiscount24-Fachredaktion

Bodenstehender Gaskessel und wandhängende Brennwerttherme
Bodenstehender Gaskessel und wandhängende Brennwerttherme

Wie funktioniert eine Gas-Brennwertheizung?

Eine Gas-Brennwertheizung verbrennt Erdgas und nutzt dabei nicht nur die direkte Verbrennungswärme, sondern auch die Energie, die im Wasserdampf der Abgase steckt. Dieser Dampf wird über einen Wärmetauscher kondensiert – die dabei freigesetzte Wärme fließt zusätzlich ins Heizsystem. Dadurch erreichen Brennwertgeräte Wirkungsgrade von bis zu 98 %.

Im Kern besteht die Anlage aus einem Gasbrenner, einem Wärmetauscher und einer Regelung, die den Betrieb an den aktuellen Wärmebedarf anpasst. Viele moderne Geräte lassen sich per App steuern und in ein Smart-Home-System einbinden. Der Platzbedarf ist gering – wandhängende Modelle passen problemlos in einen Hauswirtschaftsraum oder Keller.

Experten-Tipp zur Dimensionierung:

Bevor Sie sich für eine Leistungsklasse entscheiden, lohnt sich ein Blick auf den Heizlastrechner von HeizungsDiscount24. So können eine Über- oder Unterdimensionierung vermieden werden und langfristig Energie und Geld gespart werden.

Checkliste für den Kauf einer Gasheizung

Bevor Sie eine neue Gasheizung kaufen, hilft Ihnen diese Übersicht, sich über die folgenden Fragen Gedanken zu machen:

  • Ausgangslage prüfen: Handelt es sich um einen reinen Gerätetausch oder planen Sie eine Systemumstellung, zum Beispiel in Kombination mit einer Wärmepumpe?
  • Bedarf ermitteln: Soll das Gerät nur heizen oder auch das Warmwasser bereiten? Benötigen Sie eine kompakte Kombitherme oder einen separaten Warmwasserspeicher für hohen Warmwasser-Komfort?
  • Leistung festlegen: Passt die kW-Zahl zur Wohnfläche und dem Dämmstandard? Zu groß dimensionierte Geräte takten häufig und arbeiten ineffizient. Zu klein dimensionierte Heizungen erreichen nur langsam die gewünschte Wärme. Eine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb schafft Klarheit. Unser kostenloser Heizlastrechner bietet erste Orientierung.
  • Technik-Anforderungen: Ist ein Kondensatablauf vorhanden? Muss die Abgasführung (Schornstein) für Brennwerttechnik angepasst werden?
  • Zukunft planen: Ist eine spätere Ergänzung durch Solarthermie oder eine Wärmepumpe gewünscht? Achten Sie auf entsprechende Schnittstellen am Gerät.
  • Kosten vergleichen: Beinhaltet Ihr Vergleich neben dem Gerätepreis auch notwendiges Zubehör wie Abgasanschluss, Regelung und den hydraulischen Abgleich?
  • Modulationsbereich: Ein breiter Modulationsbereich (z. B. 20–100 %) bedeutet, dass das Gerät seine Leistung stufenlos an den Bedarf anpassen kann. Das spart Energie und erhöht den Komfort.

In unserem Onlineshop finden Sie nicht nur einzelne Gasthermen und Gaskessel, sondern auch von unseren Heizungs-Experten zusammengestellte Komplettpakete – je nach Bedarf inklusive Warmwasserspeicher, Ausdehnungsgefäß und passenden Steuerungen/Regelungen für eine optimal abgestimmte Heizlösung.

Gastherme, Gaskessel oder Kombigerät – was ist der Unterschied?

Gasheizungen gibt es in verschiedenen Bauarten – je nach Gebäudegröße, Warmwasserbedarf und verfügbarem Platz ist ein anderer Gerätetyp sinnvoll. Die wichtigsten Typen im Überblick:

Wandhängende Gasbrennwerttherme (Gastherme)

Die wandhängende Brennwerttherme ist die meistverkaufte Bauart im Einfamilienhaus. Sie hängt platzsparend an der Wand und übernimmt ausschließlich die Raumheizung – die Warmwasserbereitung erfolgt separat, z. B. über einen externen Speicher.

Gas-Kombitherme

Die Gas-Kombitherme heizt nicht nur, sondern bereitet Warmwasser im Durchlaufprinzip direkt im Gehäuse auf – ein zusätzlicher Speicher ist hierbei nicht nötig. Sie ist besonders kompakt und eignet sich gut für Wohnungen oder Einfamilienhäuser mit normalem Warmwasserbedarf.

Bodenstehender Heizkessel

Der bodenstehende Gas-Brennwertkessel ist für Gebäude mit hohem Wärmebedarf ausgelegt – etwa Mehrfamilienhäuser oder größere Einfamilienhäuser. Er bietet hohe Leistungsreserven und lässt sich gut mit externen Speichern und Hydraulikkomponenten kombinieren.

Kompaktheizzentrale (All-in-one-System)

Eine Kompaktheizzentrale ist eine Komplettlösung, die mehrere Komponenten in einem abgestimmten System bündelt – typischerweise Gas-Brennwerttherme, Warmwasserspeicher und je nach Ausführung auch Hydraulik-/Pufferkomponenten sowie eine zentrale Regelung. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie hohen Warmwasserkomfort wünschen und eine platzsparende, aufgeräumte Installation bevorzugen.

Gerätetypen im Vergleich

Gerätetyp / Bauart Typischer Einsatz Vorteile Worauf Sie achten sollten
Wandhängende Gasbrennwerttherme (Heiztherme) Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus, wenn Warmwasser separat erzeugt wird Platzsparend, kostengünstig, ideal für schnellen Austausch Richtige Leistungsgröße, Abgasführung, Kondensatanschluss
Wandhängende Gas-Brennwert-Kombitherme (Heizung + Warmwasser im Durchlaufsystem) Wohnung oder Einfamilienhaus mit normalem Warmwasserbedarf Kein separater Speicher nötig, kompakte Lösung, geringerer Platzbedarf Warmwasserkomfort bei gleichzeitigem Verbrauch, passende Dimensionierung
Bodenstehender Gas-Brennwertkessel Mehrfamilienhaus oder Gebäude mit hohem Wärmebedarf Hohe Leistung, langlebig, gut mit Speichern kombinierbar Platzbedarf, abgestimmtes Speicher- und Hydraulikkonzept
Kompaktheizzentrale (All-in-one-System) Ein- oder Zweifamilienhaus mit Wunsch nach Komplettlösung Alle Komponenten aufeinander abgestimmt, hoher Warmwasserkomfort, saubere Installation Ausreichender Platz, passende Speichergröße, Systemplanung
Heizwertgerät (Niedertemperaturtechnik – nur im Bestand relevant) Spezielle Bestandsgebäude mit vorhandener Schornsteinstruktur Einfache Integration in bestimmten Altbau-Situationen Geringere Effizienz, heute meist nicht mehr Stand der Technik

Was bedeutet H2-ready bei einer Gasheizung?

H2-ready bedeutet, dass eine Gasheizung so konstruiert ist, dass sie später auf den Betrieb mit 100 % Wasserstoff umgerüstet werden kann. Aktuell laufen diese Geräte ganz normal mit Erdgas – sobald in der Region ein Wasserstoffnetz verfügbar ist, kann das Gerät mit einem Umrüstkit angepasst werden.

Voraussetzung für den Einsatz einer H2-ready-Heizung als GEG-Erfüllungsoption ist, dass ein rechtsverbindlicher Transformationsplan für die örtliche Wasserstoffinfrastruktur vorliegt. Ob und wann Wasserstoff tatsächlich flächendeckend verfügbar sein wird, ist derzeit noch offen – die kommunale Wärmeplanung gibt hier Orientierung.

Für Eigentümer, die auf bewährte Gastechnik setzen und gleichzeitig für die Zukunft vorsorgen möchten, kann ein H2-ready-Gerät eine sinnvolle Option sein.

Kombination mit erneuerbaren Energien

Eine weitere Möglichkeit, die Zukunftssicherheit zu erhöhen, ist die Kombination der Gasheizung mit erneuerbaren Energien. Besonders beliebt sind:

Gasheizung + Solarthermie

Die Kombination mit einer Solarthermieanlage kann bis zu 60 % des Warmwasserbedarfs und etwa 20 % des Heizwärmebedarfs durch Sonnenenergie decken. Viele Hersteller bieten Kompaktheizzentralen an, die bereits für den Anschluss einer Solaranlage vorbereitet sind.

Gasheizung + Wärmepumpe

Hybrid-Systeme aus Gasheizung und kleiner Luft-Wasser-Wärmepumpe sind eine besonders effiziente Lösung. Die Wärmepumpe übernimmt die Grundlast, während die Gasheizung bei Bedarf zugeschaltet wird. Modelle wie die Buderus GBH212 oder die Vaillant ecoVIT sind speziell für hybride Anwendungen konzipiert.

Gasheizung in Kombination mit erneuerbaren Energien – Solarthermie und Wärmepumpe
Die richtige Planung der Gasheizung ist entscheidend für einen effizienten Betrieb.

Gasheizungsarten im Vergleich: Brennwert vs. Heizwert

Bei Gasheizungen wird grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Technologien unterschieden: Brennwert und Heizwert. Der wesentliche Unterschied liegt in der Nutzung der im Abgas enthaltenen Wärmeenergie.

Brennwertheizung

sind die moderne Variante und holen durch Kondensation des Wasserdampfs im Abgas zusätzliche Energie heraus. Dadurch erreichen sie einen sehr hohen Wirkungsgrad von bis zu 98 %. Sie sind deutlich effizienter und damit umweltfreundlicher als Heizwertgeräte.

Heizwertheizung

(auch Niedertemperaturheizungen genannt) nutzen nur die bei der direkten Verbrennung entstehende Wärme, während die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Energie ungenutzt entweicht. Sie erreichen daher einen geringeren Wirkungsgrad von etwa 90–94 %.

Aspekt Brennwert-Gasheizung Heizwert-Gasheizung
Wirkungsgrad Bis zu 98 % 90–94 %
Anschaffungskosten Höher Niedriger
Betriebskosten Niedriger Höher
Installation Kondensatableitung erforderlich Einfachere Installation
Schornstein Feuchteunempfindlich erforderlich Konventioneller Schornstein ausreichend
Zukunftssicherheit Höher (H2-Ready möglich) Geringer

Vorteile der Gasheizung im Überblick

Gasheizungen bieten zahlreiche Vorteile, die bei der Entscheidung für ein Heizsystem eine wichtige Rolle spielen:

Aspekt Vorteil / Nutzen
Anschaffungskosten Vergleichsweise günstige Investition im Vergleich zu anderen Systemen
Wirkungsgrad Hoher Wirkungsgrad, besonders bei moderner Brennwerttechnik
Platzbedarf Platzsparende Installation durch kompakte Bauweisen möglich
Flexibilität Vielseitig einsetzbar durch wandhängende oder bodenstehende Geräte
Erneuerbare Energien Hervorragend mit Solarthermie oder Wärmepumpen kombinierbar
Technikstandard Bewährte, ausgereifte und zuverlässige Heiztechnik
Lebensdauer Lange Betriebsdauer von typischerweise 15 bis 25 Jahren
Zukunftssicherheit H2-Ready-Geräte ermöglichen die spätere Nutzung von Wasserstoff

Spezielle Vorteile von Heizwert-Geräten

In bestimmten Sanierungssituationen im Bestand bietet die Heizwerttechnik zusätzliche Vorteile:

Merkmal Vorteil der Heizwerttechnik
Austauschkosten Sehr geringe Initialkosten beim reinen Gerätetausch im Bestand
Schornsteinanschluss Einfache Integration an bestehende Schornsteine (z. B. bei Mehrfachbelegung)
Installationsaufwand Kein Kondensatablauf und keine aufwendige Schornsteinsanierung erforderlich

Was kostet eine neue Gasheizung?

Die Anschaffungskosten für eine Gasheizung hängen vor allem von Bauart, Leistung und Ausstattung ab. Bei HeizungsDiscount24 starten Gas-Brennwertgeräte ab ca. 1.300 €. Kompakte Wandgeräte für Einfamilienhäuser liegen preislich im unteren bis mittleren Bereich, bodenstehende Kessel mit integriertem Speicher entsprechend höher.

Neben dem Gerätepreis kommen weitere Posten hinzu: Installation und Inbetriebnahme durch einen Fachbetrieb, gegebenenfalls ein neuer Abgasanschluss oder ein hydraulischer Abgleich, sowie Zubehör wie Warmwasserspeicher oder Regelungstechnik. Diese Kosten variieren je nach Gebäude und Installationsaufwand.

Spar-Tipp:

Die Preise für Gasheizungen unterscheiden sich je nach Anbieter teils erheblich – ein Vergleich kann schnell mehrere Tausend Euro Unterschied machen. Es lohnt sich, Angebote online bei uns im Bereich Gasheizung zu vergleichen.

Welche sind die führenden Hersteller für Gas-Heizungen?

Im Sortiment von HeizungsDiscount24 finden Sie die bewährten Top-Marken der Branche:

  • Buderus – Traditionsmarke mit breitem Sortiment an Gas-Brennwertgeräten für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Bekannt für robuste Technik und einfache Bedienung.
  • Daikin – Weltweit bekannt für Klimatechnik und Wärmepumpen, bietet Daikin auch hocheffiziente Gas-Brennwertthermen und intelligente Hybridlösungen an.
  • Junkers/Bosch – Bietet kompakte Wandgeräte und leistungsstarke Standkessel. Starke Verbreitung im Fachhandwerk.
  • Vaillant – Einer der bekanntesten Heizungshersteller in Deutschland. Vaillant bietet ab 2026 auch Umrüstkits für den Wasserstoffbetrieb an.
  • Viessmann – Breites Produktprogramm von der Etagenheizung bis zum Großkessel. Bekannt für hohe Effizienz und digitale Vernetzung.
  • Wolf – Bayerischer Hersteller mit Fokus auf kompakte Brennwertgeräte und Systemlösungen inklusive Solarthermie.
Führende Hersteller von Gasheizungen
Führende Hersteller von Gasheizungen.

Häufige Fragen zu Gasheizungen

Darf man 2026 noch eine Gasheizung einbauen?

Die aktuelle Bundesregierung hat eine Reform des bisherigen GEGs angekündigt, welche im Sommer vom Bundestag beschlossen werden soll. Die kurze Antwort lautet: Ja, der Einbau einer modernen Gasheizung ist auch 2026 weiterhin erlaubt. Im Rahmen der aktuellen Reformen durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) wird die Technologieoffenheit im Wärmemarkt gestärkt. Viele der bisherigen, starren Vorgaben des alten Heizungsgesetzes (GEG) werden durch flexiblere Lösungen ersetzt.

Die wichtigsten Reform-Punkte im Überblick (Stand Mai 2026):

  • Wegfall der 65%-EE-Pflicht: Die voraussichtlich geplante Reform sieht vor, dass die strikte Pflicht, jede neue Heizung zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben, entfällt. Das schafft wieder Planungssicherheit für den klassischen Heizungstausch.
  • Einführung der „Bio-Treppe": Wer 2026 eine neue Gasheizung einbaut, muss sich auf eine stufenweise Beimischung von klimafreundlichen Gasen (wie Biomethan) einstellen. Diese Anteile steigen erst ab 2029 (geplant 10 %) langsam an, was den Übergang finanziell streckt.
  • Kein Betriebsverbot 2045 mehr? Aktuelle Entwürfe diskutieren die Streichung des generellen Betriebsverbots fossiler Heizungen ab 2045. Das erhöht die Attraktivität einer Gasheizung als Brückentechnologie für die nächsten 15 bis 20 Jahre erheblich.

Disclaimer: Bitte beachten Sie, dass sich das Gebäudemodernisierungsgesetz aktuell noch im parlamentarischen Prozess befindet. Die finalen Details können sich im Laufe des Jahres 2026 noch präzisieren. Wir halten Sie bei HeizungsDiscount24 hier auf dem Laufenden. (Stand: Mai 2026)

Unsere Erfahrung aus der Praxis:

„In der Praxis erleben wir häufig, dass eine Heizung unerwartet ausfällt und kurzfristig gehandelt werden muss. In solchen Situationen ist es absolut sinnvoll, zunächst auf eine moderne Gasbrennwertheizung zu setzen – insbesondere dann, wenn ein Gasanschluss vorhanden ist und keine Zeit oder Budget für eine umfangreiche Systemumstellung besteht. Wichtig ist, die Anlage so auszulegen, dass sie später bei Bedarf um erneuerbare Energien ergänzt werden kann."
— Sebastian Ebinger, Heizungsbauer bei HeizungsDiscount24

Wie lange darf eine bestehende Gasheizung noch betrieben werden?

Funktionierende Gasheizungen dürfen grundsätzlich weiterbetrieben und bei Bedarf repariert werden – es gibt keine pauschale Austauschpflicht. Allerdings müssen Konstanttemperaturkessel (also ältere Geräte ohne Brennwerttechnik) nach 30 Betriebsjahren ausgetauscht werden. Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind von dieser Regel ausgenommen.

Selbstnutzende Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die seit vor dem 1. Februar 2002 im Gebäude wohnen, genießen zusätzlichen Bestandsschutz. Bei einem Eigentümerwechsel muss der Kessel allerdings innerhalb von zwei Jahren ersetzt werden, wenn er die 30-Jahres-Grenze überschritten hat.

Spätestens ab 2045 dürfen Heizungen nicht mehr mit fossilen Brennstoffen betrieben werden – es sei denn, sie lassen sich auf klimaneutrale Brennstoffe umrüsten. Aktuelle Gesetzesentwürfe diskutieren jedoch die Streichung dieses generellen Betriebsverbots.

Ist eine Gasheizung im Altbau noch sinnvoll?

Für viele Altbauten mit bestehendem Gasanschluss und konventionellen Heizkörpern kann eine Gas-Brennwertheizung eine praktikable Lösung sein. Der Austausch eines alten Heizkessels gegen ein modernes Brennwertgerät lässt sich in der Regel ohne größere Umbauten realisieren – die vorhandenen Heizkörper und Rohrleitungen können meist weitergenutzt werden.

Gleichzeitig lohnt es sich, die langfristige Perspektive im Blick zu behalten: Steigende CO2-Preise und sinkende Gasnetz-Nutzung können die Betriebskosten in den kommenden Jahren erhöhen. Wer flexibel bleiben möchte, kann eine Hybridlösung in Betracht ziehen – etwa eine Gas-Brennwertheizung in Kombination mit einer Wärmepumpe. So lässt sich der fossile Anteil schrittweise reduzieren, ohne das gesamte Heizsystem auf einmal umstellen zu müssen.

Welche Lösung am besten passt, hängt vom Zustand des Gebäudes, der vorhandenen Infrastruktur und den persönlichen Prioritäten ab.

Kann man eine Gasheizung mit einer Wärmepumpe kombinieren?

Ja – eine Gas-Hybridheizung kombiniert einen Gas-Brennwertkessel mit einer elektrischen Wärmepumpe. Im Alltag übernimmt die Wärmepumpe den Großteil der Heizarbeit, solange die Außentemperaturen mild sind. An besonders kalten Tagen oder bei hohem Warmwasserbedarf springt der Gaskessel unterstützend ein.

Diese Kombination hat den Vorteil, dass der fossile Energieanteil deutlich sinkt, ohne dass das gesamte Heizsystem auf einmal umgebaut werden muss. Gerade in Bestandsgebäuden mit konventionellen Heizkörpern kann das eine praktikable Übergangslösung sein.

Zu beachten: Bei der Förderung wird bei Hybridheizungen nur der erneuerbare Anteil (also die Wärmepumpe) gefördert. Der Klimageschwindigkeitsbonus entfällt, wenn das Gebäude weiterhin von einem fossilen Wärmeerzeuger mitversorgt wird.

Wie viel kW braucht eine Gasheizung für 120 qm?

Der Leistungsbedarf hängt vom Dämmstandard und der Gebäudeart ab. Als grobe Orientierung:

Wohnfläche Typischer Leistungsbedarf (Bestandsbau)
80 qm ca. 8–12 kW
120 qm ca. 12–18 kW
180 qm ca. 18–26 kW

Für eine genaue Einschätzung empfiehlt sich der Heizlastrechner von HeizungsDiscount24.

Wie berechne ich die Heizlast für eine Gasheizung?

Die Heizlast beschreibt, wie viel Wärme ein Gebäude bei der kältesten Außentemperatur benötigt. Sie hängt von Faktoren wie Wohnfläche, Dämmung, Fensterfläche und Standort ab. Eine überschlägige Berechnung liefert der Heizlastrechner von HeizungsDiscount24 – für die exakte Auslegung sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.

Welche Vorlauftemperatur braucht eine Gas-Brennwertheizung?

Gas-Brennwertheizungen arbeiten am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen – idealerweise zwischen 40 und 60 °C. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto stärker kann der Brennwerteffekt genutzt werden. Mit Fußbodenheizung reichen oft 35–45 °C, bei konventionellen Heizkörpern sind 50–60 °C üblich.

Noch Fragen zur passenden Gasheizung?

Die Wahl der richtigen Heizung ist eine wichtige Entscheidung. Unsere Experten helfen Ihnen gerne dabei, das optimale System für Ihre individuellen Anforderungen und Ihr Gebäude zu finden – egal ob Brennwerttechnik, Hybridlösung oder H2-ready.

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Kurzzusammenfassung

Eine Gasheizung bleibt eine bewährte und vergleichsweise günstige Lösung für Bestandsgebäude mit Gasanschluss – moderne Brennwerttechnik erreicht Wirkungsgrade bis 98 %. Wer langfristig plant, sollte Hybridlösungen oder H2-ready-Geräte in Betracht ziehen, um flexibel auf steigende CO2-Kosten und neue gesetzliche Anforderungen reagieren zu können.

Fach-Redaktion: Dieser Ratgeber wurde von der Fachredaktion von HeizungsDiscount24 erstellt. Wir prüfen unsere Inhalte regelmäßig auf technische Aktualität.

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