Ihre Fachberatung im Onlineshop - so kaufen Sie das richtige Abgassystem

Abgassysteme kaufen: Sichere Abgasführung für jede Heizung

Kurzfakten - Abgassysteme auf einen Blick

  • Geeignet für: Gas-Brennwert, Öl-Brennwert, Pellet-, Holz- und Festbrennstoffkessel
  • Materialien: Kunststoff (PP/PVDF), Edelstahl, Keramik
  • Gängige Nennweiten: DN 60 bis DN 300
  • Betriebsweisen: raumluftabhängig und raumluftunabhängig (LAS)
  • Förderung: als Nebenkosten beim Heizungstausch über KfW 458 förderfähig
  • Lebensdauer: je nach Material und Einsatz 20–40+ Jahre
  • Pflicht: Abnahme durch den Schornsteinfeger vor Inbetriebnahme

Stand: April 2026 – geprüft von der HeizungsDiscount24-Fachredaktion

Funktionsweise eines modernen Abgassystems
Sichere Abgasführung und Kondensatablauf sind essenziell.

Wie funktioniert ein Abgassystem – und warum ist es so wichtig?

Ein Abgassystem leitet die Verbrennungsgase einer Heizung sicher aus dem Gebäude ins Freie. Dabei sorgt es gleichzeitig dafür, dass kein Kondensat in die Bausubstanz eindringt und ausreichend Zug für eine saubere Verbrennung entsteht. Ohne ein passendes Abgassystem darf keine Heizung in Betrieb genommen werden – der Schornsteinfeger prüft das bei jeder Neuinstallation.

Moderne Brennwertheizungen arbeiten mit deutlich niedrigeren Abgastemperaturen als ältere Heizwertgeräte. Dadurch kondensiert Feuchtigkeit im Abgasstrom, was besondere Anforderungen an das Material stellt. Ein klassischer gemauerter Schornstein ist dafür in der Regel nicht ausgelegt – hier braucht es ein feuchteunempfindliches Abgassystem aus Kunststoff oder Edelstahl.

Welche Typen und Unterschiede gibt es bei Abgassystemen?

Je nach Heizungsart, Gebäudesituation und Betriebsweise kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Die wichtigsten Bauarten im Überblick:

  • Kunststoff-Abgassysteme (PP/PVDF): Leicht, korrosionsbeständig und ideal für Brennwertheizungen mit niedrigen Abgastemperaturen. Sie werden häufig als Innenrohr in bestehende Schornsteinschächte eingezogen.
  • Edelstahl-Abgassysteme: Temperaturbeständiger als Kunststoff und damit auch für höhere Abgastemperaturen geeignet. Einwandige Varianten dienen der Schornsteinsanierung, doppelwandige Systeme mit Isolierung eignen sich als Außenschornstein.
  • Konzentrische Systeme (Rohr-in-Rohr): Hier wird das Abgasrohr von einem äußeren Zuluftrohr umschlossen. Die Heizung bezieht ihre Verbrennungsluft direkt über das System von außen – das nennt man raumluftunabhängigen Betrieb.
  • Mehrfachbelegungssysteme: Ermöglichen den Anschluss mehrerer Heizgeräte an ein gemeinsames Abgassystem – besonders relevant in Mehrfamilienhäusern mit Etagenheizungen.
  • Doppelwandige Elementschornsteine: Fertige Schornsteinelemente aus Edelstahl mit Dämmschicht, die an der Außenwand montiert werden. Typisch für die Nachrüstung bei Pellet- oder Holzheizungen, wenn kein geeigneter Schornstein vorhanden ist.
Abgassystem für Brennwertheizung
doppelwandiger Edelstahl-Außenschornstein

Was ist ein LAS-System?

LAS steht für „Luft-Abgas-System". Bei dieser Bauweise wird die Verbrennungsluft über den Ringspalt zwischen Abgasrohr und Außenrohr angesaugt, während das Abgas durch das Innenrohr nach oben strömt. Der Vorteil: Die Heizung arbeitet raumluftunabhängig, benötigt also keine Öffnungen im Aufstellraum für die Frischluftzufuhr. LAS-Systeme sind heute Standard bei wandhängenden Gas-Brennwertgeräten.

Was sind die wichtigsten Kaufkriterien für ein Abgassystem?

Wer ein Abgassystem auswählt, sollte ein paar zentrale Punkte im Blick haben – denn das System muss exakt zur Heizung und zum Gebäude passen.

  • Heizungstyp und Brennstoff: Brennwertgeräte (Gas/Öl) erzeugen feuchte, säurehaltige Abgase – hier sind feuchteunempfindliche Materialien wie PP oder Edelstahl V2A/V4A Pflicht. Festbrennstoffkessel (Holz, Pellets) produzieren deutlich heißere Abgase und erfordern rußbrandbeständige Systeme.
  • Nennweite (DN): Der Rohrdurchmesser – angegeben als DN-Wert (z. B. DN 80, DN 110) – muss zur Heizleistung und zur Herstellerfreigabe passen. Ein zu kleiner Querschnitt bremst den Abgaszug, ein zu großer kann zu Kondensatproblemen führen.
  • Betriebsweise – raumluftabhängig vs. raumluftunabhängig: Bei raumluftunabhängigem Betrieb (LAS) wird die Verbrennungsluft über das Abgassystem zugeführt. Das ist besonders in dichten Neubauten oder bei Aufstellung in Wohnräumen sinnvoll.
  • Gebäudesituation: Ist ein Schornsteinschacht vorhanden, reicht oft ein Innenrohr zur Sanierung. Ohne Schacht kommt ein Außenschornstein oder ein Schachtpaket infrage.
  • Herstellerfreigabe: Jedes Abgassystem muss vom Heizungshersteller für das konkrete Gerät zugelassen sein. Ohne diese Freigabe verweigert der Schornsteinfeger die Abnahme.
  • Zulassungskennzeichnung (CE/W3G): Achte auf die Kennzeichnung – „W" steht für feuchteunempfindlich (Nassebetrieb), die Zahl gibt die Temperaturklasse an. Für Brennwertgeräte ist W3G der gängige Standard.

Experten-Tipp

Wer eine neue Heizung plant, sollte das Abgassystem von Anfang an mitdenken. Gerade beim Umstieg von einem alten Heizwertkessel auf Brennwerttechnik muss der vorhandene Schornstein fast immer saniert oder ersetzt werden. Unser Heizlastrechner hilft dabei, den Wärmebedarf des Gebäudes einzuschätzen – daraus ergibt sich auch die passende Heizleistung und damit die richtige Abgassystem-Dimension.

Welche Kosten kommen bei einem Abgassystem auf mich zu?

Die Anschaffungskosten für ein Abgassystem hängen stark vom Material, der Länge und der Bauart ab. Ein einfaches Kunststoff-Innenrohr zur Schornsteinsanierung liegt in einer anderen Größenordnung als ein komplett neuer doppelwandiger Edelstahlschornstein an der Außenwand. Hinzu kommen Kosten für Montage, Dachdurchführung und gegebenenfalls Wanddurchführungen – diese Posten variieren je nach Gebäude und Einbausituation.

Wer die Heizung tauscht, kann das Abgassystem als Nebenkosten im Rahmen der BEG-Förderung mit fördern lassen. Die aktuelle Förderstruktur sieht so aus:

Förderart Fördersatz Voraussetzung
BEG-Grundförderung 30 % Einbau einer förderfähigen Heizung durch Fachbetrieb
Klimageschwindigkeitsbonus +20 % Austausch einer fossilen Heizung (bis Ende 2028)
Einkommensbonus +30 % Haushaltseinkommen ≤ 40.000 € brutto/Jahr
Effizienzbonus (nur WP) +5 % Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel oder Erd-/Grundwasser-WP
Maximal kombinierbar bis 70 % Förderfähige Kosten gedeckelt auf 30.000 € (EFH)

Der Förderantrag wird über das KfW-Portal gestellt – wichtig: immer vor der Auftragsvergabe beantragen.
* Stand April 2026 – Alle Angaben ohne Rechtsverbindlichkeit und ohne Gewähr.

Spar-Tipp

Die Preise für Abgassysteme unterscheiden sich je nach Anbieter teils erheblich – auch bei kleineren Beträgen summieren sich die Unterschiede. Es lohnt sich, Angebote online bei uns unter heizungsdiscount24.de/abgassysteme zu vergleichen.

Führende Hersteller für Abgassysteme

  • ATEC – Einer der bekanntesten Spezialisten für Kunststoff-Abgassysteme in Deutschland. Das Sortiment umfasst Serien wie PolyTop, PolyClassic, PolyTwin und IronPoly für unterschiedliche Einsatzbereiche und Nennweiten.
  • Buderus – Bietet als Vollsortimenter passende Abgassysteme für die eigenen Brennwert- und Heizwertgeräte sowie für Holzheizungen. Breites DN-Spektrum von DN 60 bis DN 500.
  • Wolf – Hersteller von Heiz- und Klimatechnik mit einem umfangreichen Programm an Brennwert-Abgassystemen in vielen Nennweiten, inklusive konzentrischer Systeme.
  • Vaillant – Bekannt für wandhängende Gas-Brennwertgeräte, bietet Vaillant abgestimmte Abgassysteme und Zubehör für die eigene Gerätepalette.
  • Viessmann – Breites Sortiment an Abgassystemen für Brennwert- und Heizwertgeräte, von DN 60 bis DN 300, inklusive konzentrischer Varianten.
  • Junkers/Bosch – Abgassysteme passend zu den Junkers- und Bosch-Heizgeräten, mit breiter DN-Auswahl und Zubehör.
  • TTC – Spezialist für Schornsteinsysteme, darunter die doppelwandigen Elementschornsteine der DW-Neo-Serie (auch in Schwarz, Weiß und Anthrazit) sowie Kunststoff-Abgassysteme der Poly-Star-Reihe.
Kaufkriterien für Abgassysteme
Führende Hersteller für Abgassysteme

Welches Abgassystem passt zu einer Brennwertheizung?

Brennwertheizungen nutzen die Wärme im Abgas so effizient, dass der Wasserdampf kondensiert. Dieses Kondensat ist leicht sauer und greift herkömmliche Schornsteinmaterialien an. Deshalb braucht jede Brennwertheizung ein feuchteunempfindliches Abgassystem – in der Praxis bedeutet das: Kunststoff (PP) oder säurebeständiger Edelstahl.

Bei wandhängenden Gas-Brennwertgeräten ist ein konzentrisches LAS-System die häufigste Lösung. Es wird entweder senkrecht über Dach oder waagerecht durch die Außenwand geführt. Bei bodenstehenden Brennwertkesseln mit höherer Leistung kommen oft einwandige Kunststoff- oder Edelstahlrohre zum Einsatz, die in den vorhandenen Schornsteinschacht eingezogen werden.

Entscheidend ist immer die Herstellerfreigabe: Jeder Heizungshersteller gibt vor, welche Abgassysteme und Nennweiten für seine Geräte zugelassen sind. Im Shop von HeizungsDiscount24 sind die Systeme nach Herstellern und Nennweiten sortiert – so findet man schnell das passende Zubehör.

Wann muss ich mein Abgassystem bei einem Heizungstausch erneuern?

Wer eine neue Heizung einbauen lässt, kommt am Thema Abgassystem kaum vorbei. Beim Umstieg von einem alten Heizwertkessel auf moderne Brennwerttechnik ist eine Anpassung fast immer nötig – denn die niedrigeren Abgastemperaturen erzeugen Kondensat, das ein herkömmlicher gemauerter Schornstein nicht verträgt. In diesem Fall wird ein feuchteunempfindliches Kunststoff- oder Edelstahl-Innenrohr in den bestehenden Schacht eingezogen. Der alte Schornstein dient dann nur noch als Schutzhülle.

Bei einem Wechsel auf eine Pellet- oder Holzheizung gelten andere Anforderungen: Hier muss das Abgassystem rußbrandbeständig und für höhere Temperaturen ausgelegt sein. Ein vorhandener Kaminzug kann unter Umständen weiterverwendet werden, wenn er die nötigen Querschnitte und Temperaturklassen erfüllt – das prüft der Schornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau.

Wenn kein geeigneter Schornstein vorhanden ist, lässt sich ein doppelwandiger Edelstahlschornstein an der Außenwand nachrüsten. Das ist eine bewährte Lösung, die ohne aufwendige Baumaßnahmen im Gebäudeinneren auskommt.

Welches Abgassystem brauche ich bei einer Pelletheizung?

Pelletheizungen erzeugen deutlich höhere Abgastemperaturen als Brennwertgeräte und produzieren Ruß. Das Abgassystem muss deshalb rußbrandbeständig sein – Kunststoffrohre scheiden hier aus. Geeignet sind Edelstahlschornsteine (doppelwandig, isoliert) oder keramische Schornsteinsysteme.

Für die Nachrüstung ohne vorhandenen Schornstein sind doppelwandige Elementschornsteine aus Edelstahl die gängigste Wahl. Sie werden an der Außenwand montiert und sind in verschiedenen Farben erhältlich – etwa in der TTC DW-Neo-Serie in Anthrazit, Schwarz oder Weiß. Bei HeizungsDiscount24 gibt es dazu passende Schachtpakete und Dachdurchführungen.

Abgassystem für Pelletheizung
Abgas Dachdurchführung von TTC

Häufige Fragen

Brauche ich für eine Wärmepumpe ein Abgassystem?

Nein. Wärmepumpen arbeiten ohne Verbrennung und erzeugen keine Abgase. Ein Abgassystem ist daher nicht erforderlich. Wer von einer Gas- oder Ölheizung auf eine Wärmepumpe umsteigt, kann den vorhandenen Schornstein stilllegen.

Welchen Durchmesser braucht mein Abgasrohr?

Das hängt von der Heizleistung und der Herstellervorgabe ab. Als grobe Orientierung:

Heizleistung Typische Nennweite
bis ca. 25 kW DN 60 – DN 80
25–50 kW DN 80 – DN 130
50–100 kW DN 130 – DN 200

Die exakte Nennweite gibt der Heizungshersteller in der Installationsanleitung vor. Im Zweifel hilft unser Heizlastrechner bei der Einschätzung des Leistungsbedarfs.

Wer nimmt das Abgassystem ab?

Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger prüft und nimmt jedes Abgassystem vor der Inbetriebnahme der Heizung ab. Ohne diese Abnahme darf die Heizung nicht in Betrieb gehen.

Ist ein Abgassystem beim Heizungstausch förderfähig?

Ja. Abgassysteme und Schornsteine zählen zu den förderfähigen Nebenkosten im Rahmen der BEG-Heizungsförderung (KfW 458). Voraussetzung ist, dass gleichzeitig eine förderfähige Heizung eingebaut wird.

Muss der Schornsteinfeger den Heizungstausch genehmigen?

Nicht direkt „genehmigen", aber der Schornsteinfeger muss die neue Anlage inklusive Abgassystem abnehmen. Es empfiehlt sich, den Schornsteinfeger schon in der Planungsphase einzubeziehen – so lassen sich Probleme bei der Abnahme vermeiden.

Noch Fragen zu Abgassystemen? Wir helfen gerne weiter!

Die Wahl des richtigen Abgassystems kann komplex sein. Ob Nennweite, Material oder die passende Dachdurchführung – unsere Experten stehen Ihnen bei der Planung zur Seite und finden das optimale System für Ihre Heizung.

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Kurzzusammenfassung

Abgassysteme sorgen dafür, dass Verbrennungsgase sicher aus dem Gebäude geleitet werden – das richtige System hängt von Heizungstyp, Brennstoff und Gebäudesituation ab. Beim Heizungstausch ist das Abgassystem als Nebenkosten förderfähig, und im Shop von HeizungsDiscount24 finden sich passende Lösungen nach Hersteller und Nennweite sortiert.


Fach-Redaktion: Dieser Ratgeber wurde von der Fachredaktion von HeizungsDiscount24 erstellt. Wir prüfen unsere Inhalte regelmäßig auf technische Aktualität.

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