Ihre Fachberatung im Onlineshop - so kaufen Sie das richtige Abgassystem
Kurzfakten - Abgassysteme auf einen Blick
Stand: April 2026 – geprüft von der HeizungsDiscount24-Fachredaktion
Ein Abgassystem leitet die Verbrennungsgase einer Heizung sicher aus dem Gebäude ins Freie. Dabei sorgt es gleichzeitig dafür, dass kein Kondensat in die Bausubstanz eindringt und ausreichend Zug für eine saubere Verbrennung entsteht. Ohne ein passendes Abgassystem darf keine Heizung in Betrieb genommen werden – der Schornsteinfeger prüft das bei jeder Neuinstallation.
Moderne Brennwertheizungen arbeiten mit deutlich niedrigeren Abgastemperaturen als ältere Heizwertgeräte. Dadurch kondensiert Feuchtigkeit im Abgasstrom, was besondere Anforderungen an das Material stellt. Ein klassischer gemauerter Schornstein ist dafür in der Regel nicht ausgelegt – hier braucht es ein feuchteunempfindliches Abgassystem aus Kunststoff oder Edelstahl.
Je nach Heizungsart, Gebäudesituation und Betriebsweise kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Die wichtigsten Bauarten im Überblick:
LAS steht für „Luft-Abgas-System". Bei dieser Bauweise wird die Verbrennungsluft über den Ringspalt zwischen Abgasrohr und Außenrohr angesaugt, während das Abgas durch das Innenrohr nach oben strömt. Der Vorteil: Die Heizung arbeitet raumluftunabhängig, benötigt also keine Öffnungen im Aufstellraum für die Frischluftzufuhr. LAS-Systeme sind heute Standard bei wandhängenden Gas-Brennwertgeräten.
Wer ein Abgassystem auswählt, sollte ein paar zentrale Punkte im Blick haben – denn das System muss exakt zur Heizung und zum Gebäude passen.
Wer eine neue Heizung plant, sollte das Abgassystem von Anfang an mitdenken. Gerade beim Umstieg von einem alten Heizwertkessel auf Brennwerttechnik muss der vorhandene Schornstein fast immer saniert oder ersetzt werden. Unser Heizlastrechner hilft dabei, den Wärmebedarf des Gebäudes einzuschätzen – daraus ergibt sich auch die passende Heizleistung und damit die richtige Abgassystem-Dimension.
Die Anschaffungskosten für ein Abgassystem hängen stark vom Material, der Länge und der Bauart ab. Ein einfaches Kunststoff-Innenrohr zur Schornsteinsanierung liegt in einer anderen Größenordnung als ein komplett neuer doppelwandiger Edelstahlschornstein an der Außenwand. Hinzu kommen Kosten für Montage, Dachdurchführung und gegebenenfalls Wanddurchführungen – diese Posten variieren je nach Gebäude und Einbausituation.
Wer die Heizung tauscht, kann das Abgassystem als Nebenkosten im Rahmen der BEG-Förderung mit fördern lassen. Die aktuelle Förderstruktur sieht so aus:
| Förderart | Fördersatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| BEG-Grundförderung | 30 % | Einbau einer förderfähigen Heizung durch Fachbetrieb |
| Klimageschwindigkeitsbonus | +20 % | Austausch einer fossilen Heizung (bis Ende 2028) |
| Einkommensbonus | +30 % | Haushaltseinkommen ≤ 40.000 € brutto/Jahr |
| Effizienzbonus (nur WP) | +5 % | Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel oder Erd-/Grundwasser-WP |
| Maximal kombinierbar | bis 70 % | Förderfähige Kosten gedeckelt auf 30.000 € (EFH) |
Der Förderantrag wird über das KfW-Portal gestellt – wichtig: immer vor der Auftragsvergabe beantragen.
* Stand April 2026 – Alle Angaben ohne Rechtsverbindlichkeit und ohne Gewähr.
Die Preise für Abgassysteme unterscheiden sich je nach Anbieter teils erheblich – auch bei kleineren Beträgen summieren sich die Unterschiede. Es lohnt sich, Angebote online bei uns unter heizungsdiscount24.de/abgassysteme zu vergleichen.
Brennwertheizungen nutzen die Wärme im Abgas so effizient, dass der Wasserdampf kondensiert. Dieses Kondensat ist leicht sauer und greift herkömmliche Schornsteinmaterialien an. Deshalb braucht jede Brennwertheizung ein feuchteunempfindliches Abgassystem – in der Praxis bedeutet das: Kunststoff (PP) oder säurebeständiger Edelstahl.
Bei wandhängenden Gas-Brennwertgeräten ist ein konzentrisches LAS-System die häufigste Lösung. Es wird entweder senkrecht über Dach oder waagerecht durch die Außenwand geführt. Bei bodenstehenden Brennwertkesseln mit höherer Leistung kommen oft einwandige Kunststoff- oder Edelstahlrohre zum Einsatz, die in den vorhandenen Schornsteinschacht eingezogen werden.
Entscheidend ist immer die Herstellerfreigabe: Jeder Heizungshersteller gibt vor, welche Abgassysteme und Nennweiten für seine Geräte zugelassen sind. Im Shop von HeizungsDiscount24 sind die Systeme nach Herstellern und Nennweiten sortiert – so findet man schnell das passende Zubehör.
Wer eine neue Heizung einbauen lässt, kommt am Thema Abgassystem kaum vorbei. Beim Umstieg von einem alten Heizwertkessel auf moderne Brennwerttechnik ist eine Anpassung fast immer nötig – denn die niedrigeren Abgastemperaturen erzeugen Kondensat, das ein herkömmlicher gemauerter Schornstein nicht verträgt. In diesem Fall wird ein feuchteunempfindliches Kunststoff- oder Edelstahl-Innenrohr in den bestehenden Schacht eingezogen. Der alte Schornstein dient dann nur noch als Schutzhülle.
Bei einem Wechsel auf eine Pellet- oder Holzheizung gelten andere Anforderungen: Hier muss das Abgassystem rußbrandbeständig und für höhere Temperaturen ausgelegt sein. Ein vorhandener Kaminzug kann unter Umständen weiterverwendet werden, wenn er die nötigen Querschnitte und Temperaturklassen erfüllt – das prüft der Schornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau.
Wenn kein geeigneter Schornstein vorhanden ist, lässt sich ein doppelwandiger Edelstahlschornstein an der Außenwand nachrüsten. Das ist eine bewährte Lösung, die ohne aufwendige Baumaßnahmen im Gebäudeinneren auskommt.
Pelletheizungen erzeugen deutlich höhere Abgastemperaturen als Brennwertgeräte und produzieren Ruß. Das Abgassystem muss deshalb rußbrandbeständig sein – Kunststoffrohre scheiden hier aus. Geeignet sind Edelstahlschornsteine (doppelwandig, isoliert) oder keramische Schornsteinsysteme.
Für die Nachrüstung ohne vorhandenen Schornstein sind doppelwandige Elementschornsteine aus Edelstahl die gängigste Wahl. Sie werden an der Außenwand montiert und sind in verschiedenen Farben erhältlich – etwa in der TTC DW-Neo-Serie in Anthrazit, Schwarz oder Weiß. Bei HeizungsDiscount24 gibt es dazu passende Schachtpakete und Dachdurchführungen.
Nein. Wärmepumpen arbeiten ohne Verbrennung und erzeugen keine Abgase. Ein Abgassystem ist daher nicht erforderlich. Wer von einer Gas- oder Ölheizung auf eine Wärmepumpe umsteigt, kann den vorhandenen Schornstein stilllegen.
Das hängt von der Heizleistung und der Herstellervorgabe ab. Als grobe Orientierung:
| Heizleistung | Typische Nennweite |
|---|---|
| bis ca. 25 kW | DN 60 – DN 80 |
| 25–50 kW | DN 80 – DN 130 |
| 50–100 kW | DN 130 – DN 200 |
Die exakte Nennweite gibt der Heizungshersteller in der Installationsanleitung vor. Im Zweifel hilft unser Heizlastrechner bei der Einschätzung des Leistungsbedarfs.
Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger prüft und nimmt jedes Abgassystem vor der Inbetriebnahme der Heizung ab. Ohne diese Abnahme darf die Heizung nicht in Betrieb gehen.
Ja. Abgassysteme und Schornsteine zählen zu den förderfähigen Nebenkosten im Rahmen der BEG-Heizungsförderung (KfW 458). Voraussetzung ist, dass gleichzeitig eine förderfähige Heizung eingebaut wird.
Nicht direkt „genehmigen", aber der Schornsteinfeger muss die neue Anlage inklusive Abgassystem abnehmen. Es empfiehlt sich, den Schornsteinfeger schon in der Planungsphase einzubeziehen – so lassen sich Probleme bei der Abnahme vermeiden.
Die Wahl des richtigen Abgassystems kann komplex sein. Ob Nennweite, Material oder die passende Dachdurchführung – unsere Experten stehen Ihnen bei der Planung zur Seite und finden das optimale System für Ihre Heizung.
Abgassysteme sorgen dafür, dass Verbrennungsgase sicher aus dem Gebäude geleitet werden – das richtige System hängt von Heizungstyp, Brennstoff und Gebäudesituation ab. Beim Heizungstausch ist das Abgassystem als Nebenkosten förderfähig, und im Shop von HeizungsDiscount24 finden sich passende Lösungen nach Hersteller und Nennweite sortiert.
Fach-Redaktion: Dieser Ratgeber wurde von der Fachredaktion von HeizungsDiscount24 erstellt. Wir prüfen unsere Inhalte regelmäßig auf technische Aktualität.